» Wanted Man
» Daß ich hier sein will
» Last Goodbye
» Er, sie, es (und Sonnenuntergang)
» Miss V.
» Die Träume, die Träume
» Kleines Moskito
» Die Sonne, die ich seh'
» Zigarettenpause
alle Texte von
Daniel Dexter

Wanted Man   Top

Ein neues Spiel, ein neuer Stand,
ein neuer Trumpf in meiner Hand,
wer von uns beiden?
Ein neuer Schritt, ein neuer Gang,
du fängst mich nie, du fängst nie an,
wir alle leiden.
Gott, verzeih mir meine Freiheit.

Wie oft sagt ihr mir ins Gesicht
Ihr wollt die Wahrheit oder nichts
Doch ihr wollt beides
So wie ein Puzzle auf dem Tisch
Wo man das Blau ins Blaue drischt
Und plötzlich schreit es
Gott, verzeih mir meine Freiheit.

Refr.: I'm a wanted man;
ich schwimme auf 'ner Plattform ohne
Zweifel, ohne zu verstehen.
I'm a wanted man;
und alles wird jetzt Plattform
ohne Eile, ohne zu vergehen

Ein neuer Weg, ein neuer Grund,
ein neuer Schrei, ein neuer Fund
ohne Verbrecher.
Ein neuer Feind, ein neuer Kampf,
Ein neuer Scherz, ganz unverkrampft,
stille Gewässer.
Gott, verzeih uns unsere Freiheit.


Daß ich hier sein will   Top

Weißt du noch, wie oft wir damals weinten, weil ein neuer Tag verstrich,
den wir nicht zusammen in Wahrhaftigkeit verbrachten oder nicht?
Wollten wir nicht freundlich sein, für alles, was das Schicksal uns verlieh?

Refrain
Daß ich hier sein will, schwör' ich dir nicht.
Doch der Zug, der mich nach Hause bringt,
er wartet nur bis morgen.

Die Blume deiner Unschuld längst verwelkt; du hast es hinter dir,
dass Männer sich für dich erschossen und du konntest nichts dafür.
Schwer und süß bewegst du dich, jede Faser deines Körpers Schmerz.

Refrain
Daß ich hier sein will, schwör' ich dir nicht.
Doch der Zug, der deine Züge schaut,
er wartet noch bis morgen.

Es scheint, hinter den Masken, die wir dankbar stets getragen haben bist du
die seltsame Person, die noch am ehesten weiß, was ich als nächstes tue
Reiß' die alten Wunden auf, spiel' noch einmal schwarzes Schaf für mich.

Refrain
Daß ich hier sein will, schwör' ich dir nicht.
Doch der Zug, der langsam weiter rollt,
er wartet nicht bis morgen


Last Goodbye   Top

Lover, what's the frequency?
For me it's been such a long and lonely time.
Do you know how I feel about it now?
Well, I don't want to drag you down.
But the letters in the mailbox you must have seen,
the wind in the willows that might have been
drifting to you.
But there's none, we just slide away.

Well, I've balanced all that romance stuff,
so many songs about our love.
Hope, you will not hear all of them.
You might think: "What a terrible joke!"
But the lines in my face you must have seen,
the shirt you have worn saying "I am mean." -
I'm wearing it now.
But there's none, we just slide away.

Refrain
Though there's no sliding away.
And if it doesn't really matter, sigh,
for this is our last goodbye.


Er, sie, es (und Sonnenuntergang)   Top

Mitternacht brech' ich auf zum Gold Montezumas.
Ein wandernder Stern spendet mir sein Licht.
Und in Gedanken koste ich schon den Ruhm aus,
als eine Stimme ins Dunkel bricht.
Sie sagt mir:

Refrain
"Du kommst zu spät, zu spät.
Frag mich nicht wo, doch du hast Zeit vertan.
Wäre doch nichts mehr von Belang
Nur er, sie, es und Sonnenuntergang."

Ein paar von den Indios haben Kraft wie Zentaur'.
Sie tragen die Schaufeln für ein Glas Nagellack.
Ich liege im Zelt, neben mir, da liegt Laura.
Sie gehört Miguel Vasquez, doch er hat sie satt.
Sie sagt mir:

Refrain

Ich passierte das Tor zu Miguel Vasquez' Hacienda.
Im Rücken brannte mir ein goldener Pfeil.
Doch mehr noch brannte das Bildnis von Laura,
wie sie auf mich zielte aus Dankbarkeit.
Sie sagte:

Refrain


Miss V.    Top

Miss Victoria Wren
Aus gutem Hause, diese Unschuld vom Land
Ist erwählt vom Demiurgen
Als der Schoß des Untergangs
Sie hat ein Glasauge, brodelnd wie ein Vulkan
Die Haut aus Zelluloid, ihre Nase Titan
Legt den MI6 im Alleingang lahm
Sie's so ein steiler Zahn, so ein steiler Zahn

Refrain Ja, wir lieben sie
Sie hat uns so angeregt
Schaut, wie sie lacht und weitergeht
Wenn sich ihr Schicksal dreht
Wir suchen sie
Unsere Suche ist ihr Werk
Die Spuren führen ins Mittelmeer
Drum auf nach Malta
Denn was starb, das war nicht V.
Drum auf nach Malta
Denn noch immer wandelt sie

Miss Victoria Wren
Auf ihren Reisen einen Schritt stets voraus
Exorzisten und Agenten
Bald schon ist sie verschwunden wie Rauch
Die LAGE heißt ihr Element
Niemand in der Welt, der solche Tricks kennt
Auch gegen Liebe bleibt sie renitent
Immer voll im Trend, immer voll im Trend

Refrain

Miss Victoria Wren
Als böser Priester im geheimen Versteck
Geschmiegt an einen Felsen
Und vom Kreuz des Südens verdeckt
Shrapnells pfeifen, Menschen fliehen
Die Kirche stürzt zusammen und so hilflos wie nie
Wird V. geschändet, diese Kostbarkeit
Victoria, es ist Zeit- deine Zeit


Die Träume, die Träume    Top

Ich träumte von grünen Feldern,
von Wiesen und von Wäldern,
wo noch Füchse und Hyänen
sich von ihrem Tag erzählen.
Doch als ich dann erwachte,
saß ich in "Inges Eck"
und mein Nachbar rülpste laut

Refrain
Die Träume, die Träume,
die bleiben bei dir.
Und darauf noch ein Schnaps
und danach noch ein Bier.
Sam, spiel noch ein Lied auf dem Schifferklavier
und dann fangen wir von ganz vorne an.

Sie schaute mich an mit `nem Lächeln,
das sagte, ich würde zerbrechen,
käme ich nur einen Schritt noch voran,
verloren in ihrem Zauberbann.
Doch als ich sie erreichte,
und galant um Feuer bat,
da sagte sie, sie rauche nie.


Kleines Moskito   Top

Sitze ein kleines bißchen blaß
auf ventiliertem Fensterglas,
die Gefahr im Augenschein.
Sehe dich nackt in deinem Bett,
liebe die Art, wie du dich streckst,
wenn du denkst, du seist ganz allein.
Ja, ich weiß nicht mal warum:
Ich schau dich an und bleibe stumm.
Doch leider ist das mein Geschick.
Und ich liege fluchend wach,
wenn du mit jemandem Liebe machst,
der nicht mal gut zu dir gewesen ist.

Refrain
Doch bin ich nur ein kleines Moskito,
habe nichts als mein Inkognito,
und das Auge des Insekts.
Oh, wenn ich's doch nur nicht hätt'!

So oft hab' ich mir vorgestellt,
wie du dich hier zu mir gesellst.
Keine Aussicht bliebe leer!
Und du kämest nicht davon,
ohne soviel Spaß zu bekommen,
dass deine Liebe überfällig wär'.
Ja, ich wäre sogar dein,
hättst du mich lieber in fünf Teilen.
Also bitte, wenn du magst!
Und wenn dich böse Sorgen quälen,
könnt' ich Zigarette spielen,
auch Fernseher oder Axt.

Refrain

Zwar kann ich dir nichts offenbaren,
so kann ich doch den Anschein wahren,
als wüßt' ich, was dir unbekannt.
Wahrscheinlich fiel das auch nicht schwer,
denn meine Augen sehen mehr,
als du vor mir verstecken kannst.
Träume einfach vor dich hin,
schon komm ich wie ein Wirbelwind,
flieg' mit dir ins Morgengrauen.
Lehn' dich einfach nur zurück,
tausch dein Leben für das Glück,
dich meinen zarten Händen anzutrauen


Die Sonne, die ich seh'   Top

Blickst du öfters in den Spiegel?
Bist du denn nicht wunderschön?
Ich werd' hörig ganz allein vom Sehen.
Schüttelst lachend deine Siege
mit 'nem Schulterzucken ab.
Oh, warum bist du nur so hart?
Magst du fliegen, magst du untergehen!

Refrain
Doch sei für immer
da, wenn ich dich suche.
Laß sie mich finden die
Sonne, die ich seh'.
Leg den Schimmer
eines Rätsels für mich an.
Es soll dich nicht kümmern,
welche Sonne ich da seh'.

Wirfst du jemals einen Schatten
auf die Liebe, die du gibst?
Ergreift dich diese leise Melancholie
durch das Blinzeln deiner Augen,
das nur eine Ahnung zeugt?
Hast du jemals solchen Augenblick bereut?
Wirst du folgen, kreisend im Asphalt?

Refrain

Du trägst mich fort auf einem Wort,
beläßt mich niemals an einem Ort.
Du öffnest für mich alle Türen.
Wie Kinder spielen wir ohne Ziel.
Ich weiß nicht, gibt es ein Zuviel
an Dingen, die nur uns berühren.
Hebst du deine alten Fotos
für die Märchenstunde auf?
Du glaubst doch nicht, du wärest mit darauf.
Und wenn bald die Nacht hereinbricht,
mit dem Bleistift schnell skizziert,
dann weißt du doch noch immer nicht, was
passiert.
Schon verschwimmt sie, schon löst sie sich ein.


Zigarettenpause   Top

Fleckig, ganz krankvon
der Art, wie du mich streckst und hinlangst.
Siehst mich, machst die Tür zu,
und was mir dann passiert, ist alles Voodoo.
Manchmal denk ich bloß,
wie konnt' ich dir nur je vertrauen.
Oh ja!
Schlingernd, sündig ich
weiß nicht, wer noch atmet und wer erstickt.
Reite die Armada,
ein Tintenfisch geschnitzt aus Kamasutra.
Manchmal wünsch' ich,
meine Hände faulen an dir ab.
Oh ja!

Refrain
Ich schlag' dich mit 'nem Reader's Digest.
Ich schleif' dich übern Ozean.
Du denkst, du kannst das mit mir machen,
doch am Ende stolperst du in deinen eigenen
Wahn.
Oh ja!
Kalt umkreisenddu
öffnest deinen Schlund, mich zu verspeisen.
Trimm Trab, auf und abbist
du nur systematisch oder begabt?
Manchmal glaub ich,
selbst der Tod würde dich nicht überstehen.
Oh ja!

Refrain

Wenn ein Gewitter
kommt und uns bedeckt mit seinem Glitter,
wirst du dann laufen
oder mich mit deinen Tränen kaufen?
Pfeifst du dann eine Melodie
mit stolzgewaschener Brust?
Oh ja!